SONDERSEITE: Wer ist eigentlich?

Nun ist es soweit…
…Frau Walber-Ahlfeld geht bald in Rente

-17.01.2020Frau Walber-Ahlfeld gemeinsam mit Frau Breuer, die seit Mitte 2019 das Team der Frühförderung verstärkt.

Als dienstälteste Mitarbeiterin der Lebenshilfe Euskirchen e.V. wird Frau Walber-Ahlfeld bald in den wohlverdienten Ruhestand eintreten.
Jedoch nicht ohne vorher ihre Lebenshilfe-Zeit für uns Revue passieren zu lassen:

„Ich verlasse zum 01.04.2020 nach 30 Dienstjahren die Frühförder-und Beratungsstelle der Lebenshilfe Euskirchen.

Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Lachend, weil man nach 45 Arbeitsjahren auch mal ohne regelmäßige Arbeitsrituale leben darf und neugierig auf neue private Ziele hinarbeiten kann.

Weinend, weil ich bestimmt so Vieles vermissen werde.

In erster Linie die Kinder mit ihren Eltern.
In frühester Jugend war mir schon klar, dass ich mit Kindern arbeiten wollte. Die dazugehörenden Eltern waren erstmal an 2. Stelle, was sich aber sehr schnell veränderte, denn das Komplettpaket machte mein Arbeitsleben spannend. Manchmal war es auch anstrengend, aber immer lehrreich und interessant.

Ich habe so viele fantastische Situationen im Kontakt mit den Kindern und Eltern erlebt, so viel gelacht und manchmal Trauer erlebt. Ich durfte vielen Familien Kraft und Trost geben, helfen ihren Lebensalltag leichter zu gestalten und neue Blickweisen zu erarbeiten.

Und dafür sage ich Danke!

In zweiter Linie der Umgang mit meinen Kollegen und Chefs.
Es sollte so sein, dass ich das Glück in meinem Arbeitsleben hatte, überwiegend sehr nette Kollegen und Chefs zu haben, die mich stets forderten, ob mit Lob oder Kritik. Die meinen Charakter schätzten, meine Teamfähigkeit nutzten und im intensiven Miteinander meine geistigen und sozial kompetenten Möglichkeiten erweiterten. Ich konnte meine emotionalen Möglichkeiten ausreichend leben – auch dafür sage ich Danke!

Meine 45-jährige Arbeit mit Kindern und Eltern mit besonderen Bedürfnissen und die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen hat mein Leben bereichert.

Jede Situation stärkte mich auf seine Art und machte mich auch zu dem was ich heute bin.“

 

Der Text in einfacher Sprache:

Frau Walber-Ahlfeld arbeitet schon sehr lange bei der Lebenshilfe Euskirchen.
Sie arbeitet in der Früh-Förder- und Beratungs-Stelle.

Bald geht Frau Walber-Ahlfeld in Rente.
Wir finden:
Das hat sie sich verdient!

Sie hat 30 Jahre bei der Lebenshilfe gearbeitet.
In dieser Zeit hat sie viel erlebt und viel erreicht.
Sie freut sich auf die Rente,
weil sie dann jeden Tag das machen kann, was sie möchte.
Sie ist aber auch ein wenig traurig.
Sie wird die Arbeit vermissen.

Mit Kindern zu arbeiten war ihr Traum.
Auch die Arbeit mit den Eltern war ihr sehr wichtig.
Sie hat mit den Familien gelacht und geweint.
Und konnte ihnen viel Mut machen für ihren Alltag.

Auch ihre Kollegen und Chefs fand sie nett.
Durch viele Gespräche konnte sie sich auch selbst weiter-entwickeln.

Durch ihre Arbeit konnte sie zu der Person werden,
die sie heute ist.

Wir haben sehr gerne mit Frau Walber-Ahlfeld zusammen gearbeitet.
Wir werden sie vermissen.

Die Früh- Förderung ist ein Angebot für Kinder.
Die Früh- Förderung hilft Kindern sich besser zu entwickeln.
Hier lernen die Kinder durch spielen viele neue Dinge.

 

Internationaler Tag des Ehrenamtes - Ehrenamt bei der Lebenshilfe Euskirchen
-05.12.2019

Zum internationalen Tag des Ehrenamtes ein Beitrag aus unserer beliebten Rubrik:

Wer sind eigentlich...
...die Schneiders?
Ich bin Peter, 24 Jahre alt, studiere soziale Arbeit in Köln, habe einen Nebenjob im BeWo-Bereich und spiele Fußball und Handball.
Ich bin Georg, 27 Jahre alt und Angestellter im öffentlichen Dienst.
Ich bin Miachel, 19 Jahre alt, arbeite als Schulbegleitung bzw. Integrationshelfer und spiele Handball.

Was muss man als Freizeitbetreuer besonders gut können?
Man sollte mit einer großen Offenheit, einer guten Portion Humor und ohne jegliche Vorurteile in die Begegnung mit den unterschiedlichen Menschen gehen können.
Zudem ist Flexibilität sehr wichtig, da kaum eine Situation wirklich planbar ist. Neben Geduld und vorausschauendem Arbeiten sollte man mit viel Spaß und Freundlichkeit an die Arbeit herangehen.

Wie sieht die Arbeit als Freizeitbetreuer aus?
Peter: Ich betreue seit ca. 5 Jahren einen jungen Mann im Rahmen des FuD (Familienunterstützenden Dienstes) und unternehme mit ihm viele verschiedene Dinge, wie zum Beispiel Zirkusbesuche oder die Besuche von nahezu jedem Disney Film im Kino.
(Als Begleitperson sogar umsonst ;-) ). Zudem bin ich bei ca. einer Veranstaltung monatlich dabei, wie beispielsweise den Ausflügen ins Phantasialand.
Georg: Ich betreue die Klienten bei Freizeitveranstaltungen jeglicher Art.
Michael: Ich fahre bei verschiedensten Unternehmungen, wie beispielsweise Besuche von Weihnachtsmärkten oder Konzerten, als Betreuer mit. Zudem betreue ich einen jüngeren Mann in seiner Freizeit, bei dem wir nach seinen Wünschen verschiedene Aktivitäten durchführen, z.B. Flohmarktbesuche.

Was mögt ihr besonders daran?
Georg: Den Kontakt und die Gespräche mit den Klienten und der Austausch mit anderen Betreuern.
Peter: Der offene und ehrliche Ausdruck der Gefühle der Menschen, die immer wieder neuen spannenden Situationen und das Arbeiten im Team bei ganz vielfältigen Aktivitäten.
Michael: Ich habe viel Spaß daran mit meinem Klienten neue Erfahrungen zu sammeln bzw. Dinge zu unternehmen, die ich sonst nicht so auf dem Schirm hätte.

 Die "Schneider-Brüder" engagieren sich als Übungsleiter im FuD.
Wer auch Interesse daran hat, Menschen mit Behinderung zu unterstützen, kann sich gerne hier bei uns melden!

 

 

Tandem-Beratung in der St. Nikolaus SchulePHOTO 2019 11 26 09 29 37
-26.11.2019
Am Montagabend besuchte die Beraterin der KoKoBe gemeinsam mit zwei Tandem-Beraterinnen eine Info-Veranstaltung der St. Nikolaus-Schule in Kall.
Neben beruflichen Möglichkeiten konnten sich die Schüler und ihre Eltern auch über Wohnmöglichkeiten informieren.
Zu diesem Thema berichteten die Tandem-Beraterinnen Eva Nohles und Jessica Hubmann aus ihren eigenen Erfahrungen rund um den Umzug in die eigenen vier Wände.
Beide waren einst selbst Schülerinnen der St. Nikolaus-Schule und können seit ihrem Schulabschluss viele persönliche Erfolge auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben verzeichnen.
Jungen Menschen, denen diese Veränderungen noch bevor stehen, kann durch die Beratung von „Experten in eigener Sache“ Mut gemacht werden, sich selbst mit dem Thema Auszug aus dem Elternhaus auseinander zu setzen.

Die Tandem-Beratung ist ein Angebot der KoKoBe Kreis Euskirchen.
Termine zur persönlichen Beratung mit der Beraterin der KoKoBe und einer Tandem-Beraterin oder einem Tandem-Berater können bei Frau Müller, Mitarbeiterin der KoKoBe Euskirchen, unter 02251-7740325, vereinbart werden.

 

Mein Urlaub in München -A M 1

ein Bericht von Annika

-05.11.2019

Mein Urlaub in München war schön und ich hatte viel Spaß gehabt.
Meine Mama hat mich mitsamt Koffer nach Köln Messe/Deutz an den Zug gebracht und meine Tante abgeholt und haben noch einen Kaffee getrunken. A M 2Und zum Bahnsteig gebracht und meine Tante und ich sind nach München gefahren.
In München angekommen sidn wir nach dem Essen in das Bett gefallen.
Shoppen haben wir gemacht und in der Stadt Eis essen gegangen. Aber zu Fuß.
Wir waren im Theater, waren einkaufen und haben meine Cousine Vivien besucht und haben gekocht und zusammen gegessen.
Leon, mein Cousin, hat Runden gefahren am Salzburgring und haben danach etwas gegessen, Fritten mit Wiener Schnitzel und eine Spezi hatte ich.
Und das war mein Urlaub in Müchen. Ich habe 1 Kilo abgenommen.

AnnikaA M 3

Annika lebt selbstständig und selbstbestimmt in einer eigenen Wohnung, unterstützt vom Fachdienst Ambulant Betreutes Wohnen in Kall.

Urlaubsbericht A Boden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Wer ist eigentlich...sj3quadr
...unser erstes Brautpaar im Ambulant Betreuten Wohnen?

-12.09.2019

"Ich heiße Steffi und mein Mann heißt Jörg.
Wir haben uns am 19.11.2011 bei einer BeWo Disko bei der Lebenshilfe Euskirchen kennengelernt.
Direkt am nächsten Tag haben wir uns wieder verabredet. Drei Monate später ist Jörg von Zülpich nach Gemünd gezogen, um näher bei mir zu sein.
In der Zeit habe ich in Kall bei der Lebenshilfe Euskirchen gewohnt und kurz danach bin ich zu ihm nach Gemünd gezogen. Da haben wir ca. zwei Jahre gewohnt und sind dann zusammen nach Kall gezogen.
2014 kam in der Bürgerhalle nach dem Karnevalszug der Heiratsantrag. Jörg stand auf der Bühne vor mehreren Leuten und hat mich gefragt. Ich habe natürlich Ja gesagt.
Und fünf Jahre später war es dann soweit.
Die Planung für unsere Hochzeit haben wir mit Unterstützung unserer BeWo - Betreuerinnen Nadine und Frau Fron gemacht.
Einladungen für ca. 50 Personen haben wir selber gestaltet und verschickt.sj2quadr
Deko, Blumen, Saal und Essen haben wir gemeinsam besprochen, ausgesucht und bestellt.
Das Brautkleid für die Kirche war ich mit meiner Betreuerin Nadine zusammen aussuchen.
Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich habe einige Kleider anprobiert, aber das erste war das Beste.
Schuhe und Anziehsachen für die standesamtliche Trauung waren auch schnell gekauft.
Auch die Torte haben wir zu dritt ausgesucht und durften vorher schon probieren. Das war super.

Am 02.08. ging es dann los. Morgens war ich ganz schön aufgeregt.
Gut, dass meine Betreuerin und mein Partner da waren um mich zu unterstützen und mir beim Zurechtmachen geholfen haben.

SJ1quadrIn der Woche vor der kirchlichen Trauung hatten wir ganz schön viel Arbeit.
Den Raum vorbereiten, dekorieren und Blumenschmuck selber machen.
Gut, dass wir so viel Hilfe von unseren Betreuern hatten!

Am 10.08. war es dann soweit:
Nach viel Aufregung und Arbeit hatten wir einen wundervollen Tag mit unserer Familie und unseren Freunden.“
Das war ein selbstgeschriebener Text von Steffi über sich, ihren Mann Jörg und ihre Hochzeit.

 

 

 

 

 

 

Simone Saßmann, unsere Casemanagerin im Ambulant Betreuten Wohnen in Kall, erklärt dazu:
"Das Ambulant Betreute Wohnen der Lebenshilfe Kreisvereinigung Euskirchen e.V. unterstützt in Kall aktuell 37 Menschen mit einer geistigen Behinderung in ihrem Wunsch nach Selbständigkeit, Normalität und Inklusion.
Und dazu gehört auch der Wunsch zu heiraten.
Die Standesbeamten in Kall haben unsere Klienten sehr herzlich aufgenommen und sie in ihrem Wunsch unterstützt.
Die gesetzlichen Betreuer wurden lediglich angefragt ob etwas dagegensprechen würde, da diese das verneinten, konnten die Termine vereinbart werden.
Auch Pastor Hellwig aus Kall hatte keine Bedenken das Paar zu trauen.

Wir haben das Paar in dieser aufregenden Zeit sehr gerne begleitet und natürlich gemeinsam ein tolles Fest mit ihnen gefeiert.
Nun hängt kein Brautkleid mehr in unseren Räumlichkeiten und wir müssen uns noch alle an den neuen Nachnamen der Klientin gewöhnen.
Aber das ist im normalen Leben ja auch so.
Aus dem privaten Bereich fragte mich jemand „Können die das denn einfach so machen?“, nachdem ich antwortete „Ja klar. Das dürfen die“ kam die Reaktion: „Klasse. Ich muss mich noch was daran gewöhnen, dass die ja so ganz normal unter uns leben, aber ich finde das echt toll.“
Das ist dann wohl gelebte Inklusion. "

 

Neue Auszubildende bei der Lebenshilfe Euskirchen e.V.
-28.08.2019

Wir wünschen allen neuen Auszubildenden einen guten Start und viel Erfolg auf ihrem Weg zur Heilerziehungspflegerin!
Wir freuen uns auch jetzt schon über Bewerbungen für unsere freien Ausbildungsplätze im nächsten Jahr.

Meldet Euch einfach bei uns!

Um den ein oder anderen auf den Geschmack zu bringen, hier ein Beitrag unserer neuen Auszubildenden in der Wohnstätte Weilerswist:

Wer ist eigentlich...AzubiWW
...unsere neue Auszubildende?

Mein Name ist Laura, ich bin 22 Jahre alt und beginne in der Wohnstätte der Lebenshilfe Euskirchen in Weilerswist meine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin.
Ursprünglich begann ich eine Ausbildung zur Informationstechnischen Assistentin, habe jedoch sehr schnell festgestellt, dass dies nichts für mich ist.
Daraufhin absolvierte ich eine Ausbildung zur Sozialassistentin, diese beinhaltete auch ein Praktikum in einer Wohnstätte.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zur Sozialassistentin fing ich erst als Aushilfe und später als Gruppenbetreuerin in der Wohnstätte Weilerswist an.
Dort habe ich dann schnell gemerkt, dass dies genau das ist, was ich mir für meine Zukunft wünsche.
Und so habe ich dann den Entschluss gefasst eine weitere Ausbildung, nämlich die zur Heilerziehungspflegerin, anzufangen!
Ich wollte meine Fertigkeiten verbessern, Neues dazu lernen und meine Kompetenzen erweitern.
Die Arbeit mit den Bewohnern, sie in ihrer Selbstständigkeit und Integration in die Gesellschaft zu fördern und zu unterstützen, die Dankbarkeit die man durch diese Arbeit erfährt, die Vielseitigkeit dieser Arbeit, in einem nettem Team zu arbeiten und dass man täglich neue Situationen und Herausforderungen erlebt, sind genau das was mir wichtig ist.

 

 

 Wir möchten uns vorstellen
-20.08.2019CM

Das ist Christian Meyer:

Ich arbeite bei der Lebenshilfe Kreisvereinigung Euskirchen e.V..
Die Lebenshilfe ist ein Verein für Menschen mit Behinderung.
Ich bin stellvertretender Geschäftsführer.

Was magst du an deiner Arbeit?

Ich mag es Dinge mit zu gestalten.
Verantwortung für gleich- berechtigte Lebens- Bedingungen für Menschen mit Behinderung zu übernehmen gefällt mir.
Weil wir hiermit Menschen unterstützen selbst- bestimmt Entscheidungen zu treffen.
Menschen sollen genau die Unterstützung bekommen, die sie benötigen und haben möchten.
Ich möchte zu guten Arbeits- Bedingungen für unsere Mitarbeiter beitragen.
Sie sollen gerne zur Arbeit kommen.

Was ist dein Ziel für die Zukunft?

Mein Ziel ist eine gute Umsetzung des Bundes-Teilhabe-Gesetz im Interesse der Menschen mit Behinderung.
Menschen mit Behinderung sollen sagen können, wie sie leben möchten.
Und welche Unterstützung sie dazu brauchen.
Sie sollen auch wichtige Dinge mit entscheiden können.
Dazu sollen sie an Entscheidungs- Prozessen beteiligt werden.
Ich möchte, dass die Bewohner und Klienten und unsere Mitarbeiter auch in Zukunft zufrieden mit der Lebenshilfe Euskirchen sind.

 

Christian Meyer ist seit diesem Jahr stellvertretender Geschäftsführer der Lebenshilfe Euskirchen.
Er arbeitet für alle unsere Einrichtungen und Dienste in der Geschäftsstelle in Euskirchen.

Er hat während des Studiums der Sozialen Arbeit in der Wohnstätte Kall als Aushilfe gearbeitet.
Ab 2010 hat er in der Wohnstätte Kall und im Ambulant Betreuten Wohnen Menschen mit Behinderung betreut und im Alltag unterstützt.
Ab 2013 hat er drei Jahre lang in der KoKoBe Euskirchen gearbeitet. Hier hat er Menschen mit Behinderung beraten und auf dem Weg in ein möglichst selbst-bestimmtes Leben begleitet.
Bis Ende 2018 war er als stellvertretender Wohnstätten-leiter in der Wohnstätte Kall.

 

„Ich hätte nie gedacht, dass das funktioniert.“ - Ein Bericht aus dem Ambulant Betreuten Wohnen
-26.04.2019

„Mein Name ist Nina. Ich bin seit dem 16.04.2012 beim Ambulant Betreuten Wohnen der Lebenshilfe Euskirchen. Ich sitze seit meiner Geburt im Rollstuhl. Mein Tagesablauf sieht folgendermaßen aus:


Um 6.20 Uhr kommt der Pflegedienst (Waschen und Anziehen) danach packe ich mir meine Tasche (Trinken).

Um 7.10 – 7.15 Uhr kommt der Fahrdienst, der mich zu NEW Zingsheim bringt. Von 7.45-15.45 Uhr arbeite ich in der NEW Zingsheim (Dichtungsrohre verpacken, Hunde und Katzenfutter verpacken).
In der Frühstückspause und Mittagspause treffe ich mich mit meinen Freunden in der Kantine zum Essen. Nach dem Essen gehe ich mit den Freunden eine Zigarette rauchen.
Der Fahrdienst bringt mich in der Woche um 16.10 Uhr und freitags um 14.10 Uhr nach Hause. Zuhause kommt gegen 16.15 Uhr wieder der Pflegedienst. Er hilft beim Toilettengang und bei der Körperpflege.


Montag und Freitag kommt meine Bezugsbetreuerin vom Ambulanten Betreuten Wohnen. Sie hilft und unterstützt mich etwas bei der Hausarbeit. Alle 14 Tage freitags fahre ich einkaufen.
In meiner Freizeit unternehme ich viel mit Freunden, meinen Eltern oder nehme an Freizeitaktivitäten der Lebenshilfe teil.“

Der Text wurde von Nina selbst verfasst. Auf dem Bild ist Nina gemeinsam mit unserer Kollegin aus dem Ambulant betreuten Wohnen zu sehen, die sie im Alltag unterstützt.

 

 Aus dem Ambulant Betreuten Wohnen in Kall

-19.03.2019

Unser Fachdienst Ambulant Betreutes Wohnen begleitet die Klienten beim selbstständigen Leben in der eigenen Wohnung. Orientiert an den individuellen Wünschen und Bedürfnissen erfolgt eine Unterstützung durch den Betreuer.

Jasmin1Die Lebenshilfe Euskirchen hat in Euskirchen, Weilerswist, Kuchenheim und Kall eigene Wohnprojekte, in denen bis zu acht Personen in separaten und barrierefreien Einzel- oder Paarwohnungen leben. Selbstverständlich betreuen wir auch Menschen, die nicht in einem unserer Appartementhäuser leben.

Frau Barb lebt in ihrer eigenen Wohnung in unserem Appartementhaus in Kall, ist Mitglied im Lebenshilferat und setzt sich für die Interessen von Menschen mit Behinderung ein. Auf ihre Wohnung angesprochen sagt sie: „Ich bin stolz auf meine Wohnung, dass ich meine Wohnung so einrichten darf wie ich sie gerne hätte.“Jasmin2

An allen Standorten wird nach dem Bezugsbetreuer-Prinzip gearbeitet und eine Erreichbarkeit in Notfällen ist gewährleistet.

Frau Barb berichtet weiter über die Vorzüge des Ambulant Betreuten Wohnen: „Dass man seine Ruhe hat, aber trotzdem immer einer da ist, wenn man mal reden will. Dass man alleine wohnt, aber immer ein Ansprechpartner da ist. Wenn man das mal braucht.“

Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr mit dem Bau eines Appartementhauses in Bad Münstereifel mit 8 barrierefreien Einzelwohnungen beginnen, in denen wir dann auch ein solch selbstbestimmtes Wohnen möglich machen können.

 

 Biographie-Arbeit

-13.03.2019

Sophie, unsere Auszubildende im ersten Jahr in der Wohnstätte Kall, bastelt mit Pia ein personalisiertes Memory.
In Pias persönlichem Memory sind Fotos aus Kindheit und Jugend.

Zu sehen ist sie in ihr vertrauten Umgebungen. Memory Pia
Das Memory beinhaltet Aspekte der Biografiearbeit und fördert die Kommunikation durch Erzählungen über die Erinnerungen.

Im Rahmen des ersten Ausbildungsjahres bekommen die Auszubildenden an der Lebenshilfe Akademie in Hürth den Auftrag einem Bewohner ein musisch-kreatives Angebot zu machen, welches nach professioneller Beobachtung die Interessen und Vorlieben des Bewohner berücksichtigt und mit seinen Fähigkeiten umgesetzt werden kann.

Hierbei geht es um ein besseres Kennenlernen und einen ersten Umgang mit Spieltheorien. 

Mehr Informationen zur Ausbildung Heilerziehungspfleger sind hier zu finden:

https://www.lebenshilfe-nrw.de/de/bildung/Fachschule/Ausbildung_Heilerziehungspflege.php

 

Kochen mit Larissa - Tag der gesunden ErnährungL1

-07.03.2019

Zum Tag der gesunden Ernährung gibt Larissa uns einen Einblick in ihre Küche:

Zuerst wählt sie ein gesundes Gericht aus. Danach wird überlegt, welche Zutaten sie einkaufen muss und was sie noch im Haus hat. Nachdem der Einkaufszettel geschrieben ist geht es zum Einkauf, am liebsten gemeinsam mit Christoph aus der Nachbarwohnung, denn dann macht der Einkauf erst Spaß.

Und schon stehen wir in der Küche und Larissa legt los:

Sie schneidet Gurken für den Salat, kocht Reis und brät Hähnchenfleisch.

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Und wenn eine helfende Hand gebraucht wird, steht ihre BeWo-Betreuerin zur Verfügung.

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen!

 

Ausbildung zum Heilerziehungspfleger?

-10.01.2019

„Ich möchte helfen“, „Die Arbeit mit Menschen macht mir Spaß“ oder „Ich wollte immer etwas Soziales machen“ sind typische Antworten auf die Frage, warum man sich für den Beruf des Heilerziehungspflegers entschieden hat.

Aber geht es bei dem Beruf wirklich einfach darum, dass man mit Menschen arbeitet, die Hilfe von einem benötigen? Das trifft natürlich in vielen Fällen zu und jeder hat seine Bereiche, in denen er Unterstützung braucht. Bei dem einen mehr als bei dem anderen. Aber ist es nicht so, dass wir alle mal „Hilfe“ brauchen?

Ich denke es ist sehr wichtig, dass man sich klar macht, dass es darum geht mit den Menschen zusammen zu arbeiten und sich nicht über sie zu stellen. Weil es Menschen „mit Behinderungen“ sind, mit denen wir arbeiten, heißt das nicht, dass wir das Recht haben uns wichtiger oder stärker zu sehen. Meiner Meinung nach ist das Wichtigste in diesem Beruf, dass man jeden Menschen ganzheitlich sieht und sich nicht auf seine Schwächen beschränkt. Macht man dies und erkennt man auch die Stärken der Menschen und lässt diesen Raum, so kann man selber sehr viel lernen und es wird schnell deutlich, dass man nicht nur selber „hilft“, sondern die Menschen einem selbst ganz viel zurück geben.L. Terbrack

Möchte man den Beruf des Heilerziehungspflegers erlernen, so sollte man sich auf jeden Fall klar machen, dass man es tatsächlich mit „Menschen“ zu tun hat. Und Menschen sind ganz unterschiedlich in ihrem Charakter, ihrem Verhalten, ihren Bedarfen und auch in ihren Einschränkungen. Kein Mensch mit Down-Syndrom ist genau wie ein anderer mit der selben Behinderung. So muss man sich auf jeden Menschen ganz individuell einlassen können, damit die Arbeit überhaupt in einem Miteinander funktioniert. Denn nur wenn man das kann, ist man in meinen Augen dafür geeignet in diesem Beruf zu arbeiten.

Aber wenn wir jetzt beim Arbeiten angekommen sind, wo arbeitet man als Heilerziehungspfleger eigentlich?

Es gibt ganz verschiedenen Möglichkeiten wo man nach der Ausbildung arbeiten bzw. auch ganz unterschiedliche Bereiche in denen man seine Ausbildung machen kann. Es gibt Wohnheime für Kinder, Schulen, Kindergärten, Psychiatrien, das betreute Wohnen, Werkstätten und auch Wohnstätten für Erwachsene, wie die in der ich zur Zeit meine Ausbildung mache. Jetzt alle unterschiedlichen Bereiche genauer zu beschreiben würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen und ich denke, da ich selber in den anderen Einrichtungsformen nicht gearbeitet habe, würde ich auch viele wichtige Aspekte vergessen.

Deshalb versuche ich meinen Ausbildungsplatz kurz zu beschreiben:

Meine Ausbildung hat am 01.08.2017 begonnen und endet am 31.07.2020. Also dauert sie drei Jahre. Bei mir in der Wohnstätte leben erwachsene Menschen zwischen 20 und 60 Jahren, die alle eine geistige Behinderung haben - in anderen Wohnstätten gibt es natürlich auch Menschen mit körperlichen Behinderungen.

Meine Hauptaufgaben sind die Unterstützung beim Fertigmachen für die Arbeit - hierzu gehören pflegerische Tätigkeiten wie z.B. das Duschen. Außerdem Arztbesuche, persönliche Einkäufe, Zubereitung von Mahlzeiten, hauswirtschaftliche Tätigkeiten und Vieles mehr. Aber auch Fortbildungen, Teamgespräche oder persönliche Gespräche mit den Bewohnern.

Neben diesen Tätigkeiten darf aber auch die Freizeit nicht zu kurz kommen, sodass wir z.B. im Sommer oft Eis essen gehen, mal schwimmen gefahren wird, wir spazieren gehen, Spiele spielen oder andere Ausflüge machen wie z.B. nach Bonn shoppen fahren. Außerdem fährt die Wohnstätte einmal im Jahr gemeinsam - alle Bewohner und ein paar Betreuer - in den Urlaub. Die Bewohner selber haben auch feste Freizeitaktivitäten, an denen sie teilnehmen und zu denen sie begleitet werden. Dazu gehört Zumba, Basteln, Kegeln, Yoga, Tanzen, und vieles mehr. Es gibt also immer was zu tun und es wird ganz sicher nie langweilig.

Aber man sollte auch wissen, dass der Beruf nicht immer schön ist und Spaß macht. Es gibt auch oft anstrengende Tage, an denen man vielleicht auch mal nicht mehr weiter weiß. Tage an den sehr viel Stress ist, an denen die Arbeit mit den Bewohnern zusammen mal nicht so funktioniert wie sonst und an denen man auch mal daran zweifelt, ob der Beruf wirklich die richtige Entscheidung war. Aber ich denke das ist normal und es wird immer mal irgendwas nicht so laufen wie man sich das wünscht oder wie man es geplant hat. Gerade wenn man mit „Menschen arbeitet“ muss man sich hier drüber ganz klar bewusst sein.

Ich kann abschließend nur sagen, dass ich froh bin den Beruf zu erlernen und jedem raten würde mal ein Praktikum in einer Einrichtung der Behindertenhilfe zu machen, um sich die Arbeit dort anzugucken.

Meine Ausbildung mache ich bei der Lebenshilfe Euskirchen.

Meldet euch hier, wenn ihr Interesse oder Fragen habt und informiert euch im Internet über weitere Einrichtungen falls ihr z.B. mit Kindern oder in einer Werkstatt arbeiten wollt.

Eure Lena

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